Volkswagen vs. Tesla ?

"Wir werden 2020 kommen mit Fahrzeugen, die alles können wie Tesla und um die Hälfte billiger sind" - sagt Herbert Diess bei "Maybrit Illner" im ZDF. Klingt nach totaler Selbstüberschätzung, aber ist, - wie das Manager Magazin rausfindet - gar nicht weit weg von der Realität..

Etwas reichweitenärmer und geringfügig lahmer wird die Basisversion des Neo also im Vergleich zu Teslas Model 3 ausfallen - sie dürfte aber tatsächlich um mindestens 10.000 Euro weniger kosten als die Einstiegsvariante der Kalifornier. VWs künftige Elektroautos dürften punkto Reichweite und Leistungsdaten tatsächlich in der Tesla-Liga mitspielen, bei merklich günstigeren Preisen. Die gleiche Leistung fürs halbe Geld - diese Aussage von Diess stimmt zwar nicht ganz, aber die Wolfsburger kommen wohl in die Nähe.

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….zumindest der Realität in 2018. Nur wo steht Tesla in 2 Jahren?

Als jemand, der aktuell einen e-Golf (sehr coole Hardware) und Volkswagen Car-Net (sehr langweilige Software) täglich ausprobiert, würde ich mal sagen: Autos bauen kann VW, beim Rest wird man noch sehr, sehr viel dazu lernen müssen.

Car-Net ist aktuell nicht mehr als ein paar sehr dünne, eigentlich selbstverständliche Funktionen verpackt in einem User-Interface, welches sich nur Techniker ausdenken können, die noch nie einen Kunden alias User aus der Nähe gesehen haben. Dafür Geld von jemandem nehmen zu wollen, der schon einen Premium-Preis für sein Automobil gezahlt hat, ist irgendwas zwischen peinlich und frech. Und hat hoffentlich absolut gar nichts mit dem zu tun, was für den I.D. Neo geplant ist…!?

Wie sich hier das Denken erstmal grundsätzlich ändert muss beschreibt Carsten Breitfeld - CEO des chinesischen E-Mobility Startup Byton - sehr schön in seinem Interview für t3n:

Ein Automobilunternehmen geht davon aus, dass ein Auto fertig ist, wenn es ausgeliefert wird. Und bevor es fertig ist, müssen Software und digitale Inhalte zwei Jahre vorher stehen. Das heißt, wenn ich damit auf dem Markt bin, ist es alt. Die Innovationszyklen bei Software verlaufen in Wochen, nicht in Jahren. Das heißt, dass die Branche ein völlig anderes Modell adaptieren muss. Jedes ausgelieferte Produkt ist immer nur ein „Snapshot“ – und sobald der Kunde das Produkt bekommt, wird er als allerstes den Update-Button drücken und die aktuelle Software herunterladen. Und dann wird er regelmäßige Updates bekommen, auch wenn die Hardware-Basis gleichbleibt. Das ist weniger ein technisches Problem als ein Mindset-Problem. Ein Unternehmen zu bauen, das dieses Mindset hat, kommt eher aus der Ecke Consumer-Elektronik als aus der Autoecke.

So lange Herbert Diess nicht davon spricht, dass er bald weniger in der Automobilindustrie und mehr im Gadget-Business tätig ist, geht es mir wie dem guten alten Faust:

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Viral Audio Clip?

Gerade eben hat Alex den Link zu einem netten kleinen Audio-Clip getwittert und geblogged. Es geht dabei um das neue Soundlogo eines grossen deutschen Automobil-Herstellers:
  1. Hier das Original...
  2. ...und hier das dazu passende Making-Of als MP3-Datei !?
Ist das jetzt ein Beispiel für virales Marketing per Audio statt Video? Und falls ja, offiziell oder war da wieder ein inoffizieller Profi am Werk?
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Nun offiziell: Horst Schlämmer bloggt für Volkswagen

Seit Ende Januar bloggt Horst Schlämmer, stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tageblatts, über seinen Weg zum Führerschein und genauso lange recherchiert und spekuliert die Blogosphäre über die Hintergründe. Seit gestern Abend ist es offiziell: Volkswagen zahlt Horst Schlämmer den Führerschein. So teuer, wie Fahrschulen heuzutage sind, ist das ohne Sponsor halt einfach nicht mehr zu machen. Weisste Bescheid... ;-)
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Small, but Tough - a new "fake" Viral Case, this time it hits Volkswagen

Due to a lot of work last week, I am a little to the game and you have probably already seen the viral clip for the VW Polo that surfaced last Tuesday... vwtough.jpg But I wanted write a little note about it anyway. Of course, Volkswagen denies any involvement – as did Puma and Ford, when "officially" fake advertising featuring their brands appeared last year. MediaGuardian provided some background (mis-?)information on the whole story…
The mystery deepened after MediaGuardian.co.uk tracked down the makers of the film, who revealed that some distinctively professional techniques had been used: it had been shot on 35mm film, not something an amateur would usually do, and cost £40,000, not a sum an amateur could afford. "Lee", who refused to give his surname, apologised for the spoof advert, which he said was released accidentally, but refused to say who funded it. "We made the advert for Volkswagen," said Lee. "We never really intended it for public consumption. It was principally something we made to show people in the industry but it got out somehow.
Isn’t it funny how these things keep happening ? Of course it is only an accident that the same guys who are behind this thing were also involved in the notorious FordKa Cat Clip. Now Volkswagen is really angry about all the buzz they are getting and all the media frenzy. Even I got a call from a German TV station, asking for an interview about this terrible incident. So it is only logical that VW is currently "investigating legal action against the creators of the ads"… ...honi soit qui mal y pense !? ;-) Btw, what really puzzles me is the fact that at the same time, Volkswagen still isn’t able to turn their great official tv ads into viral marketing successes. They aren’t even trying… Too easy ?
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