Digital Trends in China, die die Welt 2019 im Blick haben muss!

(erschienen als Chinabriefs Kolumne bei Focus Online / DLDaily am 17.7.2019)

Es sind Fragen, die auch über China hinaus bedeutend sind: Wer prägtdie chinesische Tech-Branche in diesem Jahr? Welche Trends bestimmen das dortige Internet? Antworten darauf finden sich im jährlich erscheinenden China Internet Report, den die“SouthChina Morning Post”(SCMP)und deren Online-Ableger“AbacusNews” gerade aktuell veröffentlicht haben.

Die SCMP hat ihren Sitz in Hong Kong, gehört der Alibaba Groupund gilt als relativ unabhängig von politischen Einflüssen. Die Autoren des Reports sehen für das laufende Jahr vor allem vierThemen, die auch aus deutscher und europäischer Perspektive wichtig sind.

1. Chinas ‘Copycat’ Industrie wird jetzt selbst kopiert.

Während westliche Internet-Giganten wie Facebook, Amazon und Google ihren Markt beinahe wie Monopolisten beherrschen und dadurch zunehmend andere Sorgen haben, als neue Ideen zu realisieren, herrscht in China nach wie vor starker Wettbewerb. In der Folge sind chinesische Firmen gezwungen,ständig neue Ansätze und Ideen auszuprobieren — Ideen, die inzwischen auch im Westen auf Interesse stoßen: zum Beispiel hätte Facebook ebenfalls gern eine Super-App wie WeChat. Die Möglichkeit, aus Inhalten auf sozialen Medien heraus schnell und einfach etwas kaufen zu können,in China schon lange Standard, würde auch hier an vielen Stellen Sinn machen. Und plötzlichtauchen bei unsüberall extrakurze Videos auf — die bisher vor allem den chinesischen Dienst TikTok groß gemacht haben.

Dies sind nur drei Beispiele fürStrategien, die in China erfolgreich sind und bei denen es sich lohnen könnte, sie auch im Westen auszuprobieren. Dabei könnten allerdings die oftlangfristig gedachten chinesischen Konzepte schnell mit der eher rein auf Umsatzwachstum ausgerichtetenDenke westlicher Unternehmen kollidieren.WeChat macht zum Beispiel den größtenTeil seines Umsatzes mit Services, die sie für ihre User erbringen, welche damit auch klar die Kunden von WeChat sind — mit entsprechenden Anforderungen an Kundendialog und-service.Bei Facebook ist dies anders: hier wird das Geld allein mit Werbung verdient. DieUsersinddabei vor allem Mittel zum Zweck, um Umsatz zu generieren. Es ist fraglich, ob man mit diesem Ansatz ein Geschäftsmodell, wie das von WeChat kopieren kann.

Fazit: Früher haben chinesische Firmen Ideen aus dem Westen kopiert, heute ist es immer häufigerandersrum. Wer dabeierfolgreich sein will, muss sich nicht nur auf neue chinesische Konzepte, sondern auch auf die dazugehörigen Denkweisen und Geschäftsmodelle einlassen.

2. China baut Vorsprung beim 5G Mobilfunk massiv aus.

5G in Deutschland und China — das sind zwei verschiedene Welten.Hierzulande müssen Mobilfunkunternehmennach der Auktion der 5G Frequenzen 6 Mrd Euro an den Staat zahlen — ein Betrag, der einerseits für die nun nötigen Investitionen fehlt. Andererseits sorgt dies aber vermutlich dafür, dass die Regulierung eher unternehmes- statt kundenfreundlich ausfällt und wir bei 5G eine ähnliche Situation, wie schon heute bei 3G erleben werden: eine Kombination aus hohen Preisen und schlechter Versorgung. Denn ein Staat der erstmal abkassiert, kann nicht im nächsten Schritt schnelle Einführung, niedrige Preise oder guten Service vorschreiben.

Ganz anders in China, wo man vom Start weg eine ganz andere Dynamik sieht. Dort wurden die ersten kommerziellen Lizenzen für 5G im Juni erteilt. Bis Ende des Jahres sollen die bereits 200.000 5G Basisstationen online sein. Ziel ist es,in rund einem Dutzend Metropolregionen so schnell wie möglich 5G Pilotprojekte zu starten — Anzahl der Personen, die potenziell 5G in diesen Regionen dann testen können? 167 Millionen!

Möglich wird dies nicht zuletzt dadurch, dass der Staat den 5G-Ausbauauch finanziell fördert. In der Folge wird man dort sehr früh wertvolles Know How sammeln können, was den Vorsprung von Unternehmen wie Huawei nochmal deutlich vergrößerndürfte.

Fazit: Während der Staat hierzulande mit 5G erstmal Kasse macht, treibt die chinesische Regierung den Ausbau aktiv voran und sorgt dafür, dass sich der technische Vorsprung noch weiter vergrößert.

3. China setzt bei KI neue Maßstäbe.

Auch im Bereich Künstliche Intelligenz(KI)besitzt China einen erheblichen Vorsprung. Ein Grund dafür ist die schiere Masse an Daten, die chinesischen Unternehmen zur Verfügung steht.

Diese resultiert erstens daraus, dass aufgrund der Größe der Bevölkerung viele Dienste einfach sehr viel öfter und von mehr Menschen genutzt werden. Zweitens stellt auch der Staat oft große Datenmengen zur Verfügung — meistens nicht ganz uneigennützig, weil staatliche Stellen die sich daraus ergebenden Möglichkeiten selbst nutzen wollen. Drittens denken viele chinesische Firmen auch häufig weiter voraus, gehen das Sammeln von Daten strategischer an und finden so teilweise überraschende Nutzungsmöglichkeiten.

Im chinesischen Alltag lässt sich der Fortschritt beobachten:

  • Gesichtserkennung öffnet Türen in Hotels, sorgt dafür, dass man zum Flugzeug findet(Videounten.) und ersetzt(nochtestweise) die Boardingkarte beim Einstieg.

  • Das E-Commerce Unternehmen Alibaba nutzt die Verkehrsdaten aus Tausenden von Auslieferungsfahrzeugen in Verbindung mit KI, um damit lokale Stadtregierungen die Routen von Krankenwagen besser planen zu lassen. Am Hauptsitz von Alibaba in Hangzhou konnte so die Anfahrtszeit zu Unfällen im Schnitt um die Hälfte verkürzt werden.

  • Besonders intensiv wird KI allerdings auchfür die staatlichen Überwachung genutzt — in Verbindung mit der großen Anzahl von Kameras,die weite Bereiche des täglichen Lebens permanent im Blick haben. Eine bedrückende Vorstellung für uns im Westen, die aber durchaus auch Erfolge hat:so nutzt man dieses System auch, um lange verschwundene Kinder per Gesichtserkennung wiederzufinden, in dem man das heutige Aussehen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz errechnet.

FAZIT: KI steht in einem gewaltigen Spannungsfeld. Wie praktisch jede Innovation bringt auch sie sowohl Vor-als auch Nachteile. Doch wo wir uns oft und nicht ohne Grund auf die Nachteile fokussieren, sehen Chinesen vor allem die Vorteile. Welcher Ansatz hier sinnvoller und weniger naiv ist, kann man heute sicherlich noch nicht final entscheiden.

4. Der Social Score wird langsam Realität

Im Westen glauben viele es gäbe in China bereits heute ein all-umfassendes Social Scoring-System, mit dem der Staat jeden Bürger direkt steuern kann. Doch die Realität sieht etwas anders aus.

Den Anfang machte ein Regierungsdokument aus dem Jahr 2014, das den Aufbau eines Systems vorschlägt, welches für jedes Unternehmen und jeden Bürger gutes wie schlechtes soziales Verhalten mit Punkten bewertet, um so einen persönlichen Social Score zu ermitteln.

Offizielles Ziel: Denvertrauensvollen Umgang innerhalb der Gesellschaft stärken.Wo auch kleineres Fehlverhalten unterhalb der Strafbarkeit geahndet wird, habenin der chinesischen Logikalle einen Grund,sich vertrauenswürdig zu verhalten. Wer die chinesische Geschichte, Gesellschaft und das dortige Denken kennt, weiß, dass dieser Ansatz dort durchaus Anhänger findet.

Wir dagegen sehen auch hier eher die Gefahren, denn in derPraxis kann einautoritäres Regierungssystem ein solches System natürlich mißbrauchen, um die eigene Macht zu festigen und Kritiker kalt zu stellen. Fraglich ist auch, ob Parteikaderin gleicher Weise wie einfache Bürgern bewertet werden.

Doch bis dahin wird es noch etwas dauern. Denn aktuell gibt es nur Vorläufer zu einem solchen nationalen System:

  • Schwarze Listen,auf denen man landet, wenn man etwa Gerichtsbeschlüsse ignoriert oder seine Schulden nicht zahlt. Wer auf so einer Liste steht, kann zum Beispiel keine Ticket für Flüge oder schnelle Züge kaufen. Dieses System gibt es schon länger und hat mit dem Thema“SocialScore” eigentlich wenig zu tun.

  • Private Scoring Systeme, wie der Sesame Score von Ant Financial, der zeigt, ob jemand sich im Wirtschaftsleben vertrauenswürdig verhält — Rechnungen pünktlich zahlt, Mietwagen korrekt zurück bringt und ähnliches. Wer dies tut und einen hohen Score hat, geniesst verschiedene Vorteile, etwa die Möglichkeit Autos ohne Kaution mieten zu können.

  • Viele kleinere staatliche Initiativen auf lokaler Ebene, die bereits Ansätze das angedachten nationalen Systems erproben, aber von der Bevölkerung vielfach noch ignoriert werden.

Fazit: Einen national einheitlichen“SocialScore” gibt es aktuell noch nicht. Aber die Entwicklung daran wird vorangetrieben, teilweise durchaus mit Unterstützung breiter Teile der Bevölkerung. Wie das System genau aussieht und welche Bedeutung es für den einzelnen Bürger haben wird, kann man heute noch nicht sagen.

Die vier Trends zeigen eindrucksvoll, dass China mit hoher Geschwindigkeit an praktisch allen aktuellen Themen der Digitalisierung gleichzeitig arbeitet und dabei auch schnell voran kommt.

Dabei gäbe es an vielen Stellen durchaus gute Gründe für ein wenig konservativeres Denken — konservativ im Sinne von Lord Salisbury, dem englischen Premierminister im späten 19. Jahrhundert, der der Meinung war, es ginge nicht darum Veränderungen zu verhindern, sondern sie so zu verlangsamen, bis sie harmlos geworden sind.



Deutschland streitet noch über E-Autos, da plant China die nächste Auto-Revolution.

Batterie oder Wasserstoff — was ist die sinnvollere Auto-Technik? Die Antwort findet man in China!

(erschienen als Chinabriefs Kolumne bei Focus Online — DLDaily am 4.7.2019)

Der Bereich Elektromobilität ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie weit China inzwischen voraus ist: Während wir uns in Deutschland immer noch nicht sicher sind, ob E-Autos überhaupt Sinn machen und unsere Hersteller lieber mit der Politik über Voraussetzungen streiten, werden in China Fakten geschaffen:

  • Seit fast 10 Jahren sind dort viele Zweiräder bereits elektrisch unterwegs, inzwischen rund 30 Millionen. Dadurch sind die Strassen für asiatische Verhältnisse erstaunlich ruhig — teilweise gefährlich ruhig.

  • Während es in den ganzen USA nur 300 Busse mit Elektroantrieb gibt, sind in China bereits 421.000 in Betrieb. Das südchinesische Shenzhen hatte bereits 2017 als erste Stadt weltweit sämtliche 16.000 Busse ausgetauscht. Dieses Jahr waren alle 21.000 Taxis dran.

  • Gleichzeitig testet man auch ganz neue Verkehrskonzepte, etwa eine elektrische Straßenbahn, die ohne Schienen auskommt, weil sie wie ein Bus auf Reifen fährt. Das 32 Meter lange Fahrzeug kann 300 Passagiere aufnehmen und macht es möglich, die geringen Kosten und hohe Flexibilität eines Busses mit der höheren Kapazität eines Zuges zu kombinieren.

Die Geschwindigkeit mit der sich diese Entwicklung vollzieht, ist natürlich zum großen Teil direkte Folge des autoritären politischen Systems. Ebenso die oft unbegrenzt scheinenden finanziellen Mitteln, die der Staat zur Verfügung stellt, sobald ein bestimmter Industriezweig gezielt aufgebaut werden soll. Trotzdem müssen sich westliche Unternehmen an dieser Dynamik messen lassen, wenn sie im Wettbewerb nicht zurück fallen wollen.

Besonders hoch ist der Innovationsdruck im PKW-Bereich, wo in China aktuell hunderte kleinerer und grösserer Startups versuchen, neue vollelektrische Automobil-Marken an den Start zu bringen. Diese brauchen von der initialen Finanzierung über die Entwicklung erster Konzeptfahrzeuge bis hin zum Aufbau der gesamten Fertigung, oft weniger Zeit als ein deutscher Hersteller für die Realisierung eines einzelnen neuen Modells, wie z.B. Volkswagen für den Golf VIII.

Auch wenn die Schnelligkeit und Entscheidungsfreude der einzelnen Unternehmen eine wichtige Rolle spielt, wäre auch dies niemals ohne staatliche Förderung möglich. Die Politik versucht hier sehr strategisch einen auf die Zukunft ausgerichteten Automobilsektor in China zu schaffen.

Allen Beteiligten ist dabei bewusst, dass man den Vorsprung westlicher Firmem bei konventionellen Fahrzeugen nicht mehr aufholen wird. Stattdessen will man aber bei alternativen Antrieben vom Start weg in Führung gehen.

Um dies zu erreichen gab es die letzten Jahre einen klaren Fokus auf ein bestimmtes Antriebskonzept: vollelektrische Batterie-PKW — BEV(Battery-ElectricVehicles). Nicht zuletzt aufgrund des bereits vorhandenen Vorsprungs bei der Batterietechnologie, machte dies auch absolut Sinn.

In Deutschland scheint sich inzwischen ebenfalls das BEV als bevorzugter Technologieansatz durchzusetzen — interessanterweise genau in dem Augenblick, wo wir in China Hinweise sehen, dass sich die Dinge dort ändern: staatliche Förderungen für den Kauf von BEV werden zurückgefahren, Startups in dem Bereich haben plötzlich Schwierigkeiten Anschlussfinanzierungen abzuschliessen und auffällig oft wird nun ein alternativer Technikansatz in den Medien erwähnt: die Kombination von Wasserstoff(H2)und Brennstoffzellen — FCEV(FuelCell Electric Vehicle).

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang besuchte im Mai 2018 ein Toyota-Werkin Japan, wo ihm der Toyota Miraivorgeführt wurde — eines der wenigen existierenden FCEV-Modelle, die man heute tatsächlich kaufen kann. Was immer er dort sah, es hat ihn nachhaltig beeindruckt. Denn seitdem finden sich Wasserstoff und Brennstoffzellen immer öfter in staatlichen Planungsunterlagen.

Dabei sollte man aber nicht den Fehler machen zu glauben, China würde nun BEVs durch FCEVs ersetzen. Das wird mit Sicherheit nicht passieren, denn den Vorsprung im Batterie-Bereich will man mit Sicherheit nicht aufs Spiel setzen. Vielmehr wird man sich mit FCEV eine zweite Option schaffen, um frühzeitig Know-How auch bei dieser Technologie aufzubauen.

Und man kann davon ausgehen, dass China dabei, ähnlich wie Japan und Korea, das Thema Wasserstoff ganzheitlich angeht, denn allein für den Automobilbereich macht diese Technik wenig Sinn.

Stattdessen braucht es eine nationale Wasserstoff-Strategie, die folgende Fragen beantworten muss:

  • Wie kann der Wasserstoff CO2 neutral erzeugt werden?

  • Wie baut man ein weitreichendes und enges Distributionssystem auf?

  • Und wo gibt es H2-Nutzungsszenarien über den Fahrzeug-Bereich hinaus, z.B in der Industrie oder bei der Energieversorgung von Wohnhäusern?

In einem solchen Gesamtsystem würden FCEV sicherlich ihren Platz finden, vor allem im Nutzfahrzeugbereich, wo große, schwere Batterien wenig Sinn machen. Aber auch Schiffe, Züge und Flugzeuge könnten hier eventuell Wasserstoff zum Antrieb nutzen. All dies wäre ein grosser Schritt hin zur nachhaltigen Dekarbonisierung der gesamte Energieversorgung.

Wie man dies erreichen kann, darüber denken jetzt aktuell vermutlich eine ganze Reihe von Regierungsstellen in China sehr intensiv nach, um möglichst bald eine umfassende Strategie dafür zu präsentieren.

Genau hier sieht man aber einen großen Unterschied zwischen China(aberauch Japan oder Korea) und Deutschland — abseits von allen Differenzen im politischen System: denn hierzulande improvisiert jeder isoliert in seinem eigenen kleinen Silo — die einen mit sehr langem Anlauf auf der„NationalenPlattform Elektromobilität“, die anderen konzeptlos versprengt beim Kampf mit der Energiewende. Gemeinsam ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten, hält offensichtlich niemand für ein sinnvolles Vorgehen.

Anders in Asien: hier wird in so einem Fall ganz selbstverständlich ein übergreifendes und langfristig gedachtes Konzept erarbeitet und dann sehr konsequent, aber auch mit dem nötigen Pragmatismus, umgesetzt.

Womit sich auch die Antwort auf die Frage ergibt, was die sinnvollere Technologie ist — Batterie oder Wasserstoff? Wie so oft in China gilt auch hier: nicht“entweder,oder” sondern“sowohl,als auch” — aber eingebettet in eine kluge, strategisch durchdachte Konzeption.

Warum probieren wir so einen Ansatz eigentlich nicht mal in unserem Land aus?

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Springwise reports about an innovative new business idea in the crowded coffee shop market - the Coffee Office:
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Sounds like the perfect concept for todays changing working habits - e.g. for mobile warriors and "office-less" freelancers. And certainly an interesting alternative to opening up just another Starbucks knock off. Btw, if you are considering that, you might find this Slate article somewhat interesting...
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ZENhome is a nontoxic and eco-friendly cleaning service. We provide our customers with a unique cleaning experience while being conscious to the environment. We only use nontoxic and eco-friendly products ensuring that you always come home to an environment that is safe for you, your kids, and your pets. From the burning of essential oils like lavender or jasmine while cleaning to the organic chocolates left on every bed we make extended efforts to ensure that you come home to a space that is clean, rejuvenating and stimulates the sense.
Wow - it's just a cleaning service, but one that uses eco-friendly products, burns essential oils while doing it and leaves organic chocolates on my bed afterwards! And you can pay for it through Paypal!! Now, that sounds like something, one would make a remark about, doesn't it ? Oh, wait! I just did - right here, right now... ;-) And I am not the only one...!

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The Purple Cow on Video

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Staying at a Hotel doesn't have to be boring !

I will be in Copenhagen tomorrow to give a speech at a conference on viral marketing. For the night I have booked a room at a nice new hotel right in the middle of town. It even got free wifi !! So far, so good. But staying there will be what staying at hotels usually is: pretty boring. Luckily it doesn't have to be that way anymore (from WSJ.com):
At the Viceroy Hotel in Santa Monica, Calif., concierge Kelly Conway recently added a new title to his job description: "game butler." Guests can check out a Sony PlayStation 2 or PlayStation Portable device free of charge. Then, if necessary, they can call on Mr. Conway, a "self-diagnosed videogame addict," to coach them on the finer points of popular games like "Twisted Metal: Head-On" or "Hot Shots Golf: Open Tee." (...) It's part of a broader movement as hotels look for new ways to appeal to tech-savvy guests who expect increasingly sophisticated in-room entertainment. Kimpton Hotel & Restaurant Group LLC has added various gadgets at 39 hotels it operates around the nation. At the Sky Hotel in Aspen, Colo., for instance, suites are equipped with a pre-programmed Apple iPod portable music player. (If guests like the music, they can buy a CD of it from the hotel.) At the chain's Triton Hotel in San Francisco, the company has added clock radios that have docking stations for guests who bring their own music players. (...)
Perfect idea !! Adding these kind of gadgets to the hotel experience should be a pretty inexpensive way to differentiate yourself from the rest of the pack and turn a rather good hotel into something like a purple cow. I am sure a lot of customers would be more than happy to pay a premium for it... ...at least I would ! ;-) (via BoingBoing)
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Trends for a Time when Blogging is Mainstream

Steve Rubel has compiled a great list with trends for the next 10 years:
  1. The Long Tail - small players can collectively make up a market that rivals the giants. As Seth says, small is the new big. This applies equally for journalism as well as for marketers.
  2. The Read Write Web/Web 2.0 – technologies like Ajax will make the web more dynamic, turning it into a full-fledged platform. Wither the desktop.
  3. Timeshifting – consumers will increasingly want to devour media on their own time, on the mobile device of their choice and without commercials
  4. Collaborative Categorization – consumers, using technology, will create their own taxonomies that make it easier to find information. This is sometimes called tagging, social search or folksonomies. However, this is just the beginning.
  5. Citizen Marketing – consumers will organize – either on their own or with the help of companies – to evangelize products they love and vilify those they don’t
  6. The Daily Me – it’s finally here; RSS, AI and personal search tools will make it easier for people to seek out only the news they care about and tune out all else
  7. It’s All a Conversation – as journalism becomes a conversation, so will marketing - just like Cluetrain said.
  8. What’s Inside is Outside – mobile devices and consumer generated media mean that whatever a single eye beholds so can the world.
  9. Trust Marketing – people will increasingly use social networking technology to tune in messages from individuals they trust (including citizen journalists) and tune out everyone else.
  10. Decentralized Communication – armies of individual employees will use technology to become the voice of every company; like it or not. The solo singer is dead. Long live the chorus.
What's missing ? Not much, I guess. Perhaps the Do-It-Yourself Economy and the 5th Estate !? Btw, Mario puts everything into context (in German only).
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Audio Recordings from reboot7

The first audio recordings from reboot7 are online. Available are all presentations from room A on day 2:
  • Cory Doctorow
  • Christian Lindholm
  • Chris Heathcote
  • Tor Noerretranders
  • Doug Bowman
  • Ben Hammersley
  • Dave Weinberger
  • Peter Lindberg
  • Matt Webb
  • Regine Debatty
  • Hugh Macleod ft. Robert Scoble & Doc SearlsOpensource Audio-Header
I just checked out the first two files and they have an excellent quality ! Are the other presentations some where online, too ? (via Centopeia) Technorati Tags: ,
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