Immer schön objektiv bleiben.

Langsam, aber stetig verändert das Universalmedium Internet immer mehr Bereiche der Gesellschaft - von Medien, über die Kultur bis hin (runter?) zur Politik. Was das konkret bedeutet, konnte man z.B. unlängst im Clay Shirky Interview beim Elektrischen Reporter bestaunen.

Inzwischen scheinen sogar eher klassisch geprägte Print-Medien - wie das Manager Magazin - zu ahnen, dass dies alles nicht nur Themen für ein paar pickelige stubenhockende Tech-Nerds sein könnten... dachte ich jedenfalls, als ich gerade diese Überschrift eines Artikels dort sah...

WEB 2.0 - Millionen Deutsche machen mit.

Es geht um eine aktuelle Bitkom-Studie, die zeigt, dass selbst in Deutschland immer mehr Online-Dienste es schaffen "Millionen" von Leuten zu interessieren. Eigentlich ganz interessante Zahlen, aber kein Grund in das allgemeine Web 2.0 Hosianna ein zu stimmen, dachte man sich wohl beim Manager Magazin. Schließlich ist keine Zahl so gut, dass man ihr nicht doch noch einen negativen Spin mit auf den Weg geben kann. Und so leitete man den Artikel mit folgenden Worten ein...

Datendiebstahl hin, Werbemails her - trotz spektakulärer Fälle von Datenmissbrauch stellen laut einer Studie Millionen Deutsche persönliche Informationen ins Internet. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die E-Mail für viele junge Bundesbürger schon wieder out ist.


Immer wieder schön zu sehen, wie der Qualitätsjournalismus ganz objektiv seine Leser informiert und sich damit klar von chronisch-subjektiven Schmierereien in Weblogs abhebt...!?