Konsequent.de - Frosta startet Viral Marketing Kampagne

Vor einiger Zeit bat mich Frosta im Rahmen meiner Tätigkeit als Berater dort einen Pitch zu organisieren. Ziel war es, eine überzeugende Idee für eine Viral Marketing Kampagne zu finden und gleichzeitig den geeigneten Partner für deren Umsetzung. Bei den Präsentationen bekamen wir einige recht passable Ideen zu sehen. Aber wirklich überzeugt hatte uns nur eine - die kam von der Agentur Dorten aus Stuttgart.

Dort hatte man erkannt, was den Kern der Marke Frosta ausmacht: nicht allein das Frosta Reinheitsgebot, sondern die Konsequenz mit der man auf Zusätze wie Geschmacksverstärker oder Aromastoffe verzichtet. Viele Wettbewerber versuchen inzwischen, die Idee des Reinheitsgebotes zu kopieren. Sie tun dies jedoch nur teilweise, z.B. durch den Verzicht auf Geschmacksverstärker. Wirklich konsequent ist hier nach wie vor nur Frosta.

Folgerichtig war es Dortens Idee "Konsequent sein" zum Thema zu machen und in den Mittelpunkt der Kampagne zu stellen.

Dazu werden seit Heute auf einer Microsite fünf reale Personen vorgestellt, die in kurzen Film-Clips erzählen, wo sie konsequent sind: z.B. Henry, der jeden Freitag kicken geht, oder Margret, die konsequent das macht, wozu sie Lust hat...



Die Filme sollen dabei bewusst weder plattlustig, noch bierernst rüberkommen. Sie haben eher dokumentarischen Charakter - sind sozusagen Doku-Virals.

Wichtig ist auch, dass der "Zuschauer" nicht passiv bleiben muss: er kann in einem Forum mit Frosta und den Leuten hinter der Kampagne diskutieren oder eigene Clips in eine speziell dafür angelegte Gruppe bei Youtube hochladen.

Das Ganze ist zu einem großen Teil Experiment. Wir sind gespannt, ob und wie die Idee angenommen und weiterentwickelt wird. Das bestimmt auch, wie es ab jetzt weitergeht: vielleicht drehen bald viele ihre eigenen Konsequent-Clips, vielleicht kommen neue "offizielle" Filme hinzu oder vielleicht wird Konsequent.de als echte Themenplattform ausgebaut. Mal schauen.


Da ich am Entstehen der Kampagne ein wenig beteiligt war, bin ich sicher nicht unbefangen. Aber auch wenn ich es wäre, würde ich Idee und Umsetzung klasse finden: zum einen, weil dem Zuschauer die Marke nicht "aufgezwungen" wird - sie kommt eher leise und nebenbei vor. Und zum anderen, weil hier endlich mal eine virale Kampagne versucht, auch ohne Holzhammer und Schenkel-Klopf-Mechanik Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Jetzt bin ich gespannt, ob das gelingt !