The perfect Brand Video for just about Everything

Last month, Kendra Eash wrote a nice little text for McSweeney’s, which contains everything a generic brand video needs these days. Now, Dissolve.com (a provider of royalty free stock video footage) took the text, added a voice over and a couple of HD clips from their archive - which look great, but mean nothing. Perfect fit.

The result is something that looks all too familiar: 

Are you still paying your agency insane amounts of money to come up with something similar? Why??

/via Amos

A Mobile Flying App that doesn't suck

A few weeks ago, I wrote a posting about how to build an airline website that doesn't suck. Now a small, but very international teamfrom Hamburg, Amsterdam, Copenhagen, Vienna, Chicago and Palo Alto has put together a mobile app that doesn't suck: Flying - a promising little companion for anyone, who flies regularly...

BuzzRank Curator zur dmexco 2013

Seit inzwischen über 2 Jahren findet man auf unserem BuzzRank Curator ständig neue und interessante Inhalte aus den Bereichen Web, Design, Technik & Lifestyle.

Dazu werden aus den Tweets der gut 700 Mitglieder des Curator Panels laufend alle Links ausgelesen und den verlinkten Webseiten per Algorithmus ein BuzzRank zugewiesen, der mit jeder Nennung steigt. Je häufiger ein Thema erwähnt wurde, desto höher ist dadurch der BuzzRank und desto weiter oben erscheint es. Im Zeitverlauf nimmt der BuzzRank wieder ab, die Meldung wandert nach unten und neue rücken nach. So entsteht ein Fluss von aktuell im Social Web viel diskutierten Inhalten.

Für die dmexco 2013 haben wir dieses Prinzip nun weiterentwickelt und einen zusätzlichen Curator aufgesetzt: dieser arbeitet nicht mit einem festen Personen-Panel, sondern nutzt in Echtzeit alle Tweets zur #dmexco als Datenbasis. Ein neuer Algorithmus ermittelt dabei für jeden Twitter-User einen bestimmten BuzzRank (basierend auf der jeweiligen Reichweite und Aktivität im Netz) und addiert diesen zu der jeweiligen URL. So soll sich wieder ein "River of News" ergeben - dieses Mal rund um die #dmexco - der zusammen mit unserem Partner pilot auch im offiziellen Social Hub auf der dmexco-Website eingebunden sein wird. Das neue System ist noch in der Entwicklung und wir testen es zur dmexco 2013 zum ersten Mal live. Von daher kann es immer mal sein, dass wir hier und da noch Dinge ändern. Gerade am Algorithmus werden wir, auf der Basis der praktischen Erfahrungen, sicher immer mal wieder ein wenig schrauben.

Somit haben wir zwei spannende Tage vor uns - aber die wünschen wir natürlich auch allen Teilnehmern der dmexco 2013...

P.S.: Wir werden zur dmexco übrigens auch wieder zwei BuzzRank-Infografiken veröffentlichen. Zusammen mit pilot erstellen wir zunächst morgen eine Grafik für die ersten 24 Stunden, Freitag erscheint dann die zweite für die komplette Woche.

How stupid was the Nokia / Microsoft Partnership really?

When Nokia-CEO Stephen Elop announced the exclusive partnership between Nokia and Microsoft in 2011 - abandoning all other options in favor of Windows Phone - he was Microsofts 7th biggest private shareholder! Since then he did a really fine job: making Nokia increasingly dependent on Microsoft, while driving down the purchase price of the company - in the end leaving Nokia with no other choice than handing over their consumer business for a few peanuts - killing the last European handset manufacturer left standing in the process... 

Mission accomplished, Stephen!

If you want to know how much of a strategic mistake the Microsoft partnership really was from Nokia's point-of-view, you can look at this chart or you can try the following thought experiment:

  • First: compare the hardware of the Lumia 925 with say the Samsung Galaxy S4 - design, build quality, camera etc. 
  • Second: imagine a world where Stephen Elop never left his windowless office in Redmond and Nokia has opted for Android instead of Windows Phone. 
  • Now: ask yourself where the Nokia brand would be today, if its only mission over the last 3 years would had been to build the best Android handset out there - competing only on the ability to produce really great hardware! 

Then you will become very, very sad! At least I did... #RIP #NOKIA

For more on that line of thinking, read the blog posting by Ben Thompson: "THE DEAL THAT MAKES NO SENSE" - which itself makes nothing but sense... 

How to build an Airline Website that doesn't suck

Nearly all travel websites I know suck... big time... Booking your travel usually is a real pain in the xxx... unfortunately...

But it doesn't have to be that way !

At least not if you look at this study from the digital design agency Fi.  They tried to imagine an airline website that uses all the magic of modern webdesign while focusing on a great user experience. And they came up with something that obviously doesn't suck at all... 

Prozesskostenoptimierter Kundendialog am Beispiel der Deutschen Bank

Seit vielen Jahren bin ich Kunde der Deutschen Bank und war bisher immer durchaus zufrieden. Doch in letzter Zeit gab es gewisse Unstimmigkeiten: vor allem aufgrund einer Rürup-Rente, die sich als ein wenig unglücklich gestaltet herausstellte ("Da haben wir Sie damals leider falsch beraten") und Kreditkarten, die häufig Probleme machen ("Unsere Karten sind halt besonders sicher!").

Beschwert man sich in solchen Fällen, landet man bei der Deutschen Bank, wie bei den meisten Grosskonzernen, in Kundendialogprozessen, die leider mehr auf die Erfordernisse des Unternehmens, als auf die des Kunden abgestimmt sind. Solche Prozesse arbeiten auch im Jahr 2013 immer noch gern mit der guten alten Briefpost - vermutlich weil die unsere manchmal doch recht hektische Welt so herrlich entschleunigt.

Ein solcher Vorgang beginnt deshalb immer mit einem echten Brief, in dem zunächst versichert wird, wie wichtig der Bank das eigene Anliegen ist. Deshalb möchte man es gebührend prüfen und bittet hierfür um "etwas Zeit und ein wenig Geduld". Nur wenige Wochen später bringt der Postbote einen weiteren Brief: darin wird noch einmal versichert, wie wichtig das eigene Anliegen ist, das man nun eingehend geprüft hätte. Dabei konnten keine Probleme festgestellt werden, alles ist gut und das Anliegen damit erledigt - mit freundlichen Grüßen von der "Leitung KundenService" (ganz modern - mit großem S und ohne Bindestrich).

Schreiben dieser Art bestehen komplett aus Textbausteinen und benötigen für Formulierung, Zusammenstellung, Ausdruck und Versand pro Brief sicher nur wenige Sekunden. Die damit erzielte Effizienz dürfte beindruckend sein. Die perfekte Lösung für den "Dialog" mit dem Kunden - zumindest aus Sicht des Unternehmens. Für den Kunden hat dies jedoch einen kleinen Haken: er muss auf die Beantwortung seiner konkreten Fragen weitgehend verzichten und sich mit inhaltsleeren Worthülsen zufrieden geben. Nicht optimal, aber in den meisten Fällen vermutlich vollkommen ausreichend.

Doch immer mal wieder gibt es einzelne Kunden, die sich mit dem dürren Ergebnis des Standardprozesses nicht zufrieden geben. Sie fragen nach. Vielleicht auch öfter. Bessere Antworten produziert das Textbausteinarchiv für sie zwar nicht. Doch wenn es gut läuft, landen sie irgendwann im "Präsentprozess" und bekommen etwas geschenkt - so eine Art Trostpreis für die gezeigte Hartnäckigkeit. 

Auch für meinen Vorgang wurde nach wiederholten Beschwerden der entsprechende Prozess angestossen und so kann ich nun hier präsentieren, was dann am anderen Ende beim Kunden rauskommt - das "Präsent":

Eigentlich eine schöne Geste, jedoch geht sie in der Umsetzung  komplett daneben: statt der gewünschten Antworten bekommt man einen Wein wie aus dem Scherzartikelversand...!? 

Als Kunde drängt sich einem da vor allem eine Frage auf: was für eine Meinung hat die Deutsche Bank bitte von ihren Kunden? Glaubt man da wirklich, es reicht aus den billigsten Wein, den der Einkauf finden kann, in eine pseudo-hochwertige Holzkiste zu stecken, Porto drauf und ab zum Kunden - schon fühlt sich der kleine Crétin so geehrt, dass er wieder glücklich & zufrieden ist und sein eigentliches Anliegen vergisst?

Dabei geht es nur vordergründig um Preis und Qualität des "Präsents" selbst - auch wenn die Optik hier mehr als unglücklich ist. Viel delikater ist die Denke dahinter, die Kundendialog als blosses Kostenproblem sieht, das sich mit Standardschreiben und -prozessen lösen lässt und dabei den Kunden weitgehend ausblendet.

Wenn Kostenoptimierung dann solche Ergebnisse liefert, läuft gründlich was schief, denn die Prozesskosten sind nur oberflächlich betrachtet effizient. Hier ist nicht das verfügbare Budget das Problem, sondern die grundsätzliche Haltung gegenüber Kunden und dem eigenen Anspruch an den Dialog mit ihnen.

Epilog: Das Video habe ich übrigens vor zwei Wochen an die Deutsche Bank geschickt und gefragt, ob das vielleicht ein verspäteter Aprilscherz war. Was kam als Reaktion? Nach etwas über einer Woche kam ein weiterer Brief: mir wurde versichert, wie wichtig mein Anliegen ist und man es gebührend prüfen möchte. Doch dafür benötigte man nun "etwas Zeit und ein wenig Geduld"...

Update

on 2013-07-20 13:17 by Björn Ognibeni

Ich bin gerade aus dem Umfeld der Deutschen Bank gebeten worden etwas klarzustellen, um Missverständnisse zu vermeiden: hier geht es nicht primär um Kundendialog in sozialen Medien, sondern eher klassisch per Brief und so. Das im Video gezeigte Posting auf der Facebook-Page der DB ist (bisher) auch nur als "Simulation" zu verstehen, um zu verdeutlichen, wie ein Kunde heutzutage reagieren könnte. 

Update

on 2013-09-06 12:46 by Björn Ognibeni

Inzwischen sind über 6 Wochen rum und anscheinend benötigt die Deutsche Bank dieses Mal sehr viel Zeit und ich noch mehr Geduld. Denn bisher gab es keine Reaktion abgesehen von obiger Bitte doch klarzustellen, dass ich - anders als einige Mitarbeiter der Bank nach Schauen des Videos anscheinend dachten - bisher nichts auf der Facebook Page der DB dazu geschrieben habe. Irgendwie schien das die einzige Sorge zu sein. Und vielleicht ein guter Grund dies nun nachzuholen...

Update

on 2013-09-06 11:52 by Björn Ognibeni

Tja, so schnell kann es gehen: nun hat Tom Hillenbrand aka Tom König den Link zu diesem Posting bei Twitter und Facebook gepostet. Und während ich noch überlege, ob ich die Story wirklich auf der Facebook Page der DB haben möchte, hat sie jemand anders dort bereits verlinkt... 

Abercrombie & Fitch Gets a Brand Readjustment

Last week Business Insider ran an article about Abercrombie & Fitch which mentioned the fact that the "teen retailer doesn't stock XL or XXL sizes in women's clothing because they don't want overweight women wearing their brand." To prove this they quoted the CEO Mike Jeffries saying...

"Candidly, we go after the cool kids. We go after the attractive all-American kid with a great attitude and a lot of friends. A lot of people don't belong [in our clothes], and they can't belong. Are we exclusionary? Absolutely."

That quote comes from a

Salon article published in 2006

. So it's pretty old. And the whole BI article doesn't contain anything new. But the 7 year old quote alone seems to spark a lot more controversy now than back then.

Just check Google News

for the reactions from mainstream media.

And now in the age of social media the reaction doesn't only come from traditional media outlets, but also from consumers - some are even trying to give A&F a "Brand Readjustment", with a little help from Youtube:

They ask people to donate A&F clothes to homeless people and tweet about it under the hashtag 

#FitchTheHomeless

. If it works it turns A&F into 

The World's Number One Brand of Homeless Apparel !

Nice... ;-)

Buchtipp: Die Target-Falle

Inzwischen habe ich es endlich geschafft das neue Buch von Hans-Werner Sinn fertig zu lesen: Die Target-Falle - Gefahren für unser Geld und unsere Kinder.
 
 
Zugegeben, am Titel hätte man noch etwas feilen können. Aber sonst ein sehr lesenswertes Buch über die Währungsunion und den Wahnsinn der letzten 10 Jahre: wieso Deutschland eben nicht der größte Profiteur des Euros ist, weshalb mit dem aktuellen Rettungsirrsinn alles nur noch schlimmer gemacht wird und wie man den Euro sinnvoll umbauen könnte, um ihn zu retten. 
 
Ganz sicher keine einfache Materie, aber das Buch schafft es alles sehr logisch und verständlich zu erklären - wenn auch vermutlich immer noch zu kompliziert für unsere Talkshow-Demokratie... leider...